Fronleichnam

Im Kirchenjahr der katholischen Kirche ist das Fronleichnamsfest ein Hochfest, mit dem die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird und dies seit 1274, am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Jesus hat beim letzten Abendmahl seine künftige und immerwährende Gegenwart bei den Menschen in Form von Brot und Wein zugesagt. Wichtig ist dabei am Fronleichnamstag die Monstranz, ein Gefäß, in dem eine Hostie als Zeichen für den Leib Christi aufbewahrt wird. Der Priester hält die Monstranz in seinen Händen und geht unter dem Baldachin der Prozession voran.

Die Fronleichnamsprozession in Schwaz begann mit einem festlichen Auszug aus der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt, Donnerstag, 20. Juni 2019, um 8:30 Uhr, mit Böllerschuss und Glockenklang, bewegte sich über den Lahnbach, Dr. Dorrek-Straße, Freiheitssiedlung, Ernst-Knapp-Straße und Johannes-Messner-Weg zur Pfarrkirche St. Barbara. Dort angekommen zelebrierten Pfarrer Martin Müller/Pfarre Maria Himmelfahrt den Gottesdienst, assistiert von Pfarrer Rudolf Theurl, Guardian Pater Jakob Wegscheider vom Franziskanerkloster und Diakon Josip Krasljevic, umrahmt von der Knappenmusik Schwaz, begleitet vom Salut der Schützen (1. Schwazer-Schützenkompanie, Andreas-Hofer-Schützen und Kaiserjäger) und zweifachem Donnerknall der Kanone. Anwesend waren BgM Hans Lintner mit Gemeinderat, Vertreter des öffentlichen Lebens, weitere Schützen und Formationen der Stadt Schwaz, Stadtmusik Schwaz und Schulkindern der VS Messner unter Direktorin Hildegard Danler.

Danach bewegte sich die Prozession zum Hirschen Kreuz, wo ein Evangelium gelesen wurde, zurück auf der Hußlstraße in Richtung Franziskanerkloster und Stadtpfarrkirche.


Neues Ritual zum Fronleichnamsfest

Zum heurigen Fronleichnamsfest 2019 kommt, laut KAP (Kath Press) Salzburg vom 18.06.2019, erstmals ein neues Rituale (Feierbuch) zum Einsatz. Das „Feier- und Werk Buch“ dient der Gestaltung der liturgischen Abläufe beim Fronleichnamsfest. Herausgegeben wird es vom Österreichischen Liturgischen Institut in Salzburg im Auftrag der Österreichischen Bischofskonferenz, die das Rituale nach einer grundlegenden Überarbeitung im vergangenen Herbst als verbindliches Feierbuch approbiert hatte.

So gebe es etwa Empfehlungen und Gestaltungstipps für Gemeinden, in denen keine Eucharistie gefeiert werden kann oder die gemeinsam mit Nachbargemeinden Feiern planen. Erstmals möglich ist laut neuem Rituale auch die Leitung der Fronleichnamsprozession durch einen Laien. Dies könne in Ausnahmefällen erlaubt werden, jedoch nur, wenn es zuvor eine Eucharistiefeier gegeben hat und eine Beauftragung durch den Bischof vorliegt.

Neu seien weiters drei Reihen ausgearbeiteter Feiervolagen mit je vier Stationen; außerdem wurden die Lieder- und Gesangsvorschläge auf die neu erschienenen „Bläsersätze zum neuen Gotteslob“ abgestimmt.

Das neue Rituale löst das 1979 approbierte bisherige Rituale ab. Erarbeite wurde es vom Österreichischen Liturgischen Institut in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Liturgischen Kommission und den diözesanen Liturgiereferaten.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Donnerstag, 20. Juni 2019

B I L D E R