Maria Lichtmess

 Blasiussegen und Kerzenweihe in St. Barbara

Pfarrer Rudolf Theurl zelebrierte am Samstagabend zu Maria Lichtmess die Hl. Messe und weihte die kirchlichen und häuslichen Kerzen, musikalisch und gesanglich umrahmt vom Singkreis St. Barbara unter Chorleiterin Sylvia Peer sowie den Instrumentalisten Christoph und Egon. Die sehr musikalische Familie Sylvia und Christoph Peer wurden von Pfarrer Theurl an diesem Tag besonders hervorgehoben, für ihr ehrenamtliches Wirken in St. Barbara gelob und mit zustimmenden Applaus der Kirchenbesucher bedacht. „Lasst die Kerzenlichter heute leuchten für die Menschen der Stadt!“, bat abschließend eindringlich der Pfarrer.

Maria Lichtmess, am 2. Februar gefeiert, ist im Kirchenjahr das Fest „Die Darstellung des Herrn“. 40 Tage nach der Geburt brachte Maria ihren kleinen Sohn Jesus in den Tempel von Jerusalem. Den Juden schrieb damals das Gesetz Mose vor, ein Neugeborenes innerhalb von 40 Tagen Gott „dazustellen“, also Gott zu weihen. Dabei kommt es zur Begegnung Jesu und seiner Eltern mit der greisen Hanna und dem alten Simeon, die den kleinen Jesus in den Arm nehmen. Im Lobgesang des Simeon (LK 2, 29-32) heißt es: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, dass du vor allen Völkern bereitest hast, ein Licht, dass die Heiden erleuchtet, und die Herrlichkeit für dein Volk Israel“.

In der Kirche St. Barbara wurde die große Vereinsweihnachtskrippe vom Krippenverein Schwaz und Umgebung bereits am 30. Jänner abgebaut, denn Maria Lichtmess ist das letzte Fest in der Weihnachtszeit. Zählt man vom ersten Weihnachtstag 40 Tage weiter, so kommt man zum 2. Februar. In der christlichen Tradition sind 40 Tage ein Zeitmaß, das sich auch in der 40-tägigen Fastenzeit wiederspiegelt.

Alle kirchlichen und häuslichen Kerzen wie Lichtmesskerzen, Wetterkerzen oder Totenkerzen, werden geweiht. Im bäuerlichen Neujahr, das ist zu Maria Lichtmess, gab es den Jahreslohn. Es folgten die einzigen Urlaubstage im Jahr, die dem Gesinde zustanden, die Zeit bis zum Agathentag am 5. Februar.

Zu Ende der Hl. Messe spendeten Pfarrer Rudolf Theurl und Patoralassistent Anton Mascher den Blasiussegen: Zwei gekreuzte Kerzen sollen vor Halskrankheiten schützen. „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre die der Herr vor Halskrankheit und allen Bösen. Es segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist“, lautet der Spruch. Die Bedeutung des Segens kann man sich gut vorstellen, wenn man bedenkt, dass früher Diphtherie oft tödlich verlief. Der Märtyrerbischof Blasius, er war vorher Arzt, soll einem Kind, das eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet haben. Ein Spruch besagt: „Der liabe Sankt Blasius, macht d` Hälser leicht und den Winter lus!“.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Samstag, Maria Lichtmess, 2. Februar 2019

Faschingsparty von Singkreis und Jugend, am 8. Februar 2019, ab 19 Uhr, im Pfarrsaal mit Disko und Cocktailbar im Jugendraum. ALLE SIND EINGELADEN!

B I L D E R