Ostermontag
Der Männerstammtisch St. Barbara hatte zum Emmausgang geladen

Den Gottesdienst am Ostermontag in St. Barbara zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl, musikalisch umrahmt von Pastoralassistenten Anton Mascher und seinen singenden Instrumentalisten. Die Männerrunde von St. Barbara und ihren Emmausgang, den sie heute nach dem Gottesdienst antraten, schloss der Pfarrer ins Gebet mit ein hofft auf ein gutes Gelingen; gleichzeitig erinnert wurde auf den kommenden 34. Kirchweihsonntag, am 28. April 2019, der mit einem Festgottesdienst um 9,30 Uhr beginnt, umrahmt von den „Silberstimmen“ des nahen Gymnasiums; danach Platzkonzert, Bewirtung und Spieleprogramm.

Der erste Frühlingvollmond, der sich heuer am Karfreitag rundete, führte uns diesmal in die Ostertage. Unter den Sonntagen des Jahres nimmt der Ostersonntag als höchster kirchlicher Feiertag des Jahres mit der Auferstehung Christi eine Sonderstellung ein.

Die Osterwoche leitet mit dem Ostermontag-Feiertag nun die fünzigtägige Freudenszeit zwischen Ostern und Pfingsten ein.
Früher sprach man von der „Woche in weißen Kleidern“. Die zu Ostern Getauften trugen in dieser Woche ihre weißen Taufkleider. So erhielt der Sontag nach Ostern die Bezeichnung „Weißer Sonntag“. In vielen Kirchen empfangen an diesem Sonntag die Kinder die erste heilige Kommunion. In St. Barbara am 5. Mai 2019.

Wer heute seinen Glauben lebt und darüber auch Bescheid weiß, ist die Ausnahme von der Regel. Warum es bestimmte Feiertage gibt, wissen die meisten Menschen nicht. Die Zuordnung von Ostern und Weihnachten gelingt noch. Aber was bedeuten Pfingsten oder Fronleichnam?

Die kirchlichen Feiertage wurden zunehmend folkloristisch aufgeladen. Mehr als Brauchtum empfunden werden Weihnachten, Ostern, Mariä Himmelfahrt und weniger als Plattformen tiefgehender Glaubensbotschaften. Soll sich die Kirche darüber beklagen, dass alles nicht mehr so ist, wie es einmal war? Sie sollte wohl jeden, der vorbeikommt zu Taufen, Hochzeiten, Begräbnissen und hohen Festtagen, als Hoffnungsträger betrachten. Alle sind willkommen, die ein Stück des Weges gehen wollen und zu den Lebenswenden oder großen Feiertagen auch die Tradition und die Mystik suchen, die über den Alltag hinausweisen. Wir leben in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Arbeit und Feierabend verschwommen sind. Umso bedeutender sind Feiertage und Sonntage. Diese Tage bieten eine Chance für das Gemeinsame anstelle es Trennende. Ob es nun beim Besuch der heiligen Messe, beim großen Familientreffen oder beim Sport gelebt wird. In einer Welt ohne Feiertage würde das Gemeinsame verschwinden, konnte man obigen, teilweise übernommenen Aufsatz, unter dem Titel: „Warum wir Feiertage brauchen“ in einer großen Tageszeitung am Karsamstag lesen.

Emmausgang:
Auf Einladung vom Männerstammtisch von St. Barbara, fand am Ostermontag nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr der Emmausgang statt. Eine Gesamtstrecke von ca. 14 km, in der Nähe des Inntalradweges auf der linken Seite in Richtung Jenbach, Abzweigung zum Schloss Tratzberg, von dort zurück entlang des Jakobsweges nach Schwaz, waren von 22 Teilnehmern zu bewältigen, darunter auch ein vom stolzen Vater im Kinderwagen mitgeführtes Mädchen von 2 Jahren. Es bestand die Möglichkeit ab Tratzberg mit dem Bus zurückzufahren.

In der Bibel berichtet Lukas, Kleopas und weitere Jünger seien am Tag nach Pessach in niedergeschlagener Stimmung von Jerusalem nach Emmaus gegangen und dabei dem auferstandenen Jesus begegnet, ohne ihn jedoch zu erkennen. Sie luden den Reisebegleiter ein, eine Nacht über bei ihnen zu bleiben. Beim Abendmahl, als er das Brot brach, hätten sie in ihm den auferstandenen Jesus erkannt, der gleich darauf entschwand.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Ostermontag, 22. April 2019

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