Palmsonntag

Palmweihe, Familiengottesdienst, Bewirtung durch Bäuerinnen

Mit Palmsonntag, dem letzten Sonntag vor Ostern, beginnt die Karwoche. Gedacht wird an diesem Sonntag an den Einzug Jesu in Jerusalem und ist zugleich auch der Beginn seines Leidensweges; außerdem wird an diesem Tag in der katholischen Liturgie erstmals auch das Evangelium der Passion Christi verkündet.

Die Ereignisse des Palmsonntags wurden seit dem 8. Jahrhundert in Palmprozessionen nachgestellt. Mitgeführt wird dabei oftmals eine lebensgroße Christusfigur auf einem lebendigen oder auch hölzernen Esel, dem sogenannten Palmesel.

Einen solchen „Palmesel“, genannt „Hannibal“, betreut von Charlotte, gab es heute nach der hl. Messe im Pfarrhof von St. Barbara, wo Kinder eine kleine Runde reiten durften.

In der Pfarre St. Barbara wurden am Beginn der Heiligen Messe die mitgebrachten, mit bunten Bändern und Fastenbrezen geschmückten Palmstangen und Palmbuschen, auch Palmbesen genannt, in der Kirche von Pfarrer Theurl gesegnet und mit Weihwasser besprengt. Die mitgebrachten größeren Palmstangen wurden entlang der Altarwand rechts und links neben dem Tabernakel aufgestellt.

In Mitteleuropa sind echte Palmzweige nur schwer zu bekommen, deshalb werden für Palmzweige meist andere grüne Zweige wie Weide, Buchsbaum, Wacholder oder auch Palmkätzchen verwendet.

Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl gemeinsam mit Aushilfspriester Mathias Tang und Diakon Josip, umrahmt von einer Bläsergruppe der Knappenmusik Schwaz unter Kapellmeister Thomas Ramsl und Egon Spiss mit seinen Freunden.

Firmlinge gingen nach der hl. Messe mit den kleinen Palmsträußen in das Bezirkskrankenhaus Schwaz und verteilten sie dort an die Patienten.

Schwazer Bäuerinnen sorgten zum Abschluss für ausreichende Bewirtung, der Reinerlös daraus kommt der Talenteaktion zugute. Pfarrer Theurl prämierte die größte Palmstange sowie den schönsten aber auch den kleinsten Palmbuschen mit einer Fastenbreze am Pfarrplatz bei nur plus 6 Grad, kaltem, kühlen Wind und stark bewölktem Himmel.

Die geweihten Zweige werden nach Hause genommen und zum Schutz vor Unheil und Krankheit hinter einem Heiligenbild, Kruzifix oder Spiegel gesteckt. Vorher müssen aber zuerst die Zweige aus dem letzten Jahr verbrannt werden.

Die in der Kirche verbliebenen Zweige werden im darauf folgenden Jahr verbrannt und mit der Asche daraus das Aschenkreuz am Aschermittwoch gespendet.

Eingeladen wurde besonders zur Gründonnerstag Abendmahlfeier um 19:30 Uhr, zum Karfreitag-Kreuzweg zur Simon-Juda-Kapelle um 15 Uhrund am Karsamstag zur Auferstehungsfeier für Familien mit Speisenweihe um 17 Uhr und die Auferstehung Christi um 19:30 Uhr, gestaltet vom Singkreis St. Barbara!

OAR Sternad Hans
Chronicus
Palmsonntag, 14. April 2019

B I L D E R (34)