Advent in St. Barbara im Schatten der Corona Krise
Vorbereiten auf die Weihnachtszeit

Mit dem 1. Adventsonntag, 29. November 2020, beginnt in der Corona Pandemie ein Advent, wie es bisher noch keinen gab. Die Gottesdienste sind infolge des neuerlichen Lock down vorerst bis 6. Dezember ausgesetzt; trotzdem gibt es aber einen Lichtblick. Rund um Weihnachten bleiben die Bräuche bestehen. Am Sonntagvorabend wurde trotzt allem die erste Kerze am Adventkranz entzündet, die Adventzeit beginnt und gilt als Zeit der Stille und Besinnung. Zum jüngeren Brauchtum zählen die vier Kerzen des Adventkranzes und symbolisieren das Kommen des „Lichtes der Welt“. Die immergrünen Tannenzweige stehen für das ewige Leben. Die Adventzeit hat auch einen Bußcharakter. Die violetten Messgewänder und die violetten Bänder sind äußere Zeichen hierfür, die man oft an Adventkränzen findet.

Die Pfarrkirche St. Barbara ist schon mit einem großen prächtigen Adventkranz geschmückt. Die linke Altarwand ist mit einem Tuch verhüllt und wird zum Thema „mit den Heiligen in den Advent“ gestaltet. Da ja derzeit keine Gottesdienste stattfinden, gibt es aber weiterhin den schönen Brauch den Adventkranz segnen zu lassen. Pfarrer Rudolf Theurl meinte dazu: „Am Samstagvorabend zum 1. Adventsonntag setze ich den schönen Brauch fort und werde von 17 bis 19 Uhr in der Kirche sein, um Adventkränze zu segnen, ebenso am 1. Adventsonntag ab 9.30 Uhr“. Was dann auch geschah, denn es kamen am Samstagvorabend viele, die mit Andacht und Freude sich und ihren Adventkranz segnen ließen.

Mit dem 1. Adventsonntag startet nicht nur ein neues Kirchenjahr, sondern auch der sogenannte Weihnachtskreis, der sich dann bis zum Dreikönigsfest am Mittwoch, dem Fest der Erscheinung des Herrn, erstreckt, im Gedenken an die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer.

Im christlichen Verständnis ist die Adventzeit die Vorbereitung auf Weihnachten. Das Wort Advent leitet sich aus dem Lateinischen „adventus“ ab und bedeutet „Ankunft“. Es wird damit die Erinnerung an das Kommen Jesu in der Geburt von Bethlehem erinnert. Seit dem 5. Jahrhundert ist die Adventzeit bekannt. In Jerusalem wurde zu Beginn nur ein Adventsonntag gefeiert. Im 7. Jahrhundert hat Papst Gregor der Große die Zahl auf vier Adventsonntage festgelegt. Die sich über vier Sonntage erstreckende Adventzeit wurde erst 1570 durch Papst Pius V. allgemein verbindlich.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Sonntag, 29. November 2020

B I L D E R