Christi Himmelfahrt in St. Barbara
Osterkerze und Taufwasser gesegnet,
weil es wegen der Corona-Pandemie zu Ostern entfiel

Wieder unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen (ein Ordnerdienst sorgte dafür, dass nötige Abstände eingehalten wurden und die regelmäßige Reinigung und Desinfizierung von Flächen und liturgischen Gegenständen erfolgte) zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl den Festgottesdienst am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, um 9.30 Uhr in St. Barbara, assistiert und musikalisch umrahmt vom Pastoralassistenten Anton Mascher.

„Einen herzlichen Gruß heute am Christi-Himmelfahrts-Tag“, sprach zu Beginn der Hl. Messe Pfarrer Rudolf Theurl und erzählte weiter: „Interessant, was sich jeder unter Himmel vorstellt. Oft fragen mich Leute, gibt es einen Himmel, gibt es eine Hölle? Ich glaube, es gibt beides und es gibt beides auch schon in dieser Welt! Oft gibt es Spuren eines Himmels, also Spuren der Liebe. Jeder Mensch macht Spuren. Es sind dies Spuren der Liebe, Geduld, Freude und Barmherzigkeit. Spuren der Hölle wären Geiz, Neid, Hass und Unfrieden. Spuren der Hölle wäre vielleicht auch das Flüchtlingslager in Griechenland. Jeder von uns macht täglich Spuren; Spuren des Himmels und Spuren der Hölle!“.

Beim Gottesdienst wurde die große Osterkerze, die am Altartisch stand vom Ministranten entzündet, weil das Osterfest während der Corona Pandemie in der Kirche nicht stattfinden konnte. Danach ist die Hl. Litanei vor der brennenden Osterkerze gemeinsam mit der Kirchengemeinde gebetet und danach die Kerze gesegnet worden. Anschließend fand das Weihegebet durch Pfarrer Theurl für das Taufwasser statt, indem er die Osterkerze dreimal in das Taufbecken tauchte; dann ist die entzündete Osterkerze von Pastoralassistenten Mascher hinter das Taufbecken links auf die erhöhte Tabernakel-Wand gestellt worden.

Im christlichen Glauben wird Christi Himmelfahrt als die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater im Himmel bezeichnet. Himmelfahrt wird am 40. Tag nach dem Ostersonntag gefeiert. Deshalb fällt das Fest immer auf einen Donnerstag.

In Liturgie und Brauchtum verbindet die Zeit vor dem Fest Christi Himmelfahrt in der römisch-katholischen Kirche mit den Bitttagen, vielerorts auch mit Bittprozessionen, Feldumgänge als Fürbitte um eine gute Ernte. In einer gewissen Spannung stehen die die Bitttage zum freudigen Charakter der Osterzeit, die liturgisch mit dem Pfingstfest endet.

Das Hochfest Ascension Domini (Aufstieg des Herrn) ist in der Liturgie von Jerusalem seit 383/384 durch das Itinerarium der Pilgerin Egeria bezeugt.

Für Bibelfreunde aus Lukas 29, letzter Absatz:

„Er führte Sie (die Apostel) hinaus bis in die Nähe von Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. Und es begab sich, indem er sie segnete, schied er von ihnen und wurde aufgehoben gen Himmel. Und sie fielen vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen und lobten Gott“.

Eingeladen wurde wieder für den Sonntagabend, 19 Uhr nach St. Barbara, zur Maiandacht.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Donnerstag, Christi Himmelfahrt, 21. Mai 2020

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