Maria Lichtmess
Fest zur Darstellung des Herrn im Tempel
 Kerzenweihe und Blasiussegen

Zu Maria Lichtmess zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl gemeinsam mit Diakon Josip den Gottesdienst, gesanglich und musikalisch umrahmt vom Singkreis St. Barbara unter Chorleiterin Sylvia Peer.

An diesem Tag werden generell alle Kerzen geweiht, die im Verlaufe eines Kirchenjahres gebraucht werden. Auch Kirchenbesucher brachten ihre Lichtmesskerzen mit, um sie segnen zu lassen. Diese besonderen Kerzen sollen göttlichen Segen in die Häuser bringen.

Der 2. Februar ist seit 1997 in der katholischen Kirche auch der „Tag des geweihten Lebens“. Diesen Tag richtete Papst Johannes Paul II. als Dankestag und der Bitte für Menschen ein, die sich ganz Gott zur Verfügung stellen.

„Heute ist Maria Lichtmess und wir hören heute ganz wunderbar wie die Eltern das Kind Jesu in den Tempel bringen, denn jedes Erstgeborene ist dem Herrn geweiht. Ich täte oft etwas wünschen; im Krankenhaus ist in der gleichen Station, wo die Kinder geboren werden, die Krankenhauskapelle. Mir liegt es sehr am Herzen und es wäre sehr schön, wenn ein Kind geboren wird und die Mutter dort gemeinsam mit dem Neugeborenen in die Kapelle geht, um zu danken!“, erzählte Pfarrer Rudolf Theurl und meinte weiter: „Das Beste ist, wenn man selbst ein wenig Licht ist! Das schönste Licht ist aber der Mensch!“.

Zu Ende der Hl. Messe gab es den Blasiussegen, der von Halskrankheiten schützen soll, gespendet von Pfarrer Rudolf Theurl gemeinsam mit Diakon Josip und Pastoralassistent Anton Mascher. Mit zwei gekreuzten Kerzen wird der Segenspruch gegeben: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahr dich der Herr vor Halskrankheiten und allen Bösen. Es segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist und gebe dir Gesundheit an Leib und Seele“.. Der Märtyrerbischof Blasius, Gedenktag am 3. Februar, war vorher Arzt und soll einem Kind, das eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet haben.

Die große Weihnachtskrippe vom Krippenverein Schwaz wurde bereits abgebaut, denn Maria Lichtmess ist das letzte Fest in der Weihnachtszeit. Jetzt merkt man, die Tage werden wieder länger.

Am 2.Februar wird Maria Lichtmess, das Fest zur Darstellung des Herrn im Tempel, 40 Tage nach Weihnachten gefeiert. An diesem Tag vereinen sich biblische und weltliche Traditionen.

Kirchlich hat das Fest zur Darstellung des Herrn im Tempel zwei Hintergründe: 40 Tage nach der Geburt ihres Sohnes Jesus begab sich Maria zum Tempel in Jerusalem, um sich zu reinigen. Alle erstgeborenen Söhne gehörten nach alter Tradition Gott und sie mussten von den Eltern im Tempel mit einem Opfer freigekauft werden. Der Greise Simeon, dessen Gedenktag eben stets an diesem Tag nach Maria Lichtmess stattfindet, erkannte in Jesus den Heiland und pries ihn. Auch die alte Prophetin Hanna verbreitete seit diesem Tag der Darstellung des Herrn die Anwesenheit des Messias auf der Erde. 40 Tage sind ein Zeitmaß, das sich auch in der 40-tägigen Fastenzeit wiederspiegelt.

Lichtmess ist eines der ältesten Feste der christlichen Kirche. Seit Anfang des 5. Jahrhunderts wurde es in Jerusalem am 40. Tag nach der Geburt Jesu gefeiert. In Rom führte die Kirche den Feiertag um das Jahr 650 ein.

Weltlich gesehen hatte das Bauernjahr früher der für das Wetter relevante Lostag Maria Lichtmess eine große Bedeutung, denn die neue Aussaat begann mit diesem Datum. Es gilt folgende Bauernregel: „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee“. Im bäuerlichen Neujahr, das ist zu Mara Lichtmess, (2. Februar), gab es für die Dienstboten den Jahreslohn in Geld und Naturalien. Die Zeit bis Agatha (5. Februar) war dann eine Art von vertraglich gesichertem Nichtstun.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Maria Lichtmess, Sonntag, 2. Februar 2020
 

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