Ein Tabernakel für die Werktagskapelle in St. Barbara

Hier wohnt Gott

Diözesanbischof Hermann Glettler („Geht, heilt, verkündet und bringt Trost“) hatte auch an die Pfarre St. Barbara geschrieben, es wäre gut, im Corona Lockdown Gebetsstunden vor dem Heiligen Sakrament, also Stille vor Gott, einzuführen.

Dies hatte sich in der Pfarre St. Barbara aber schon beim 1. Lockdown so ergeben. Pfarrer Rudolf Theurl nahm sich immer wieder die Zeit, Stunden in der Kirche, vor dem geöffneten Tabernakel mit der großen Monstranz, in der Nähe vor Gott, im stillen Gebet zu verweilen.

Unter Einhaltung der Corona Verordnung lud Pfarrer Theurl bei seinen Gottesdiensten dazu auch immer die Pfarrgemeinde ein, die auch vereinzelt gekommen ist und weiterhin kommt.

Dann ist der Vorschlag gekommen, man sollte diese Gebetsstunde jeden Tag weitermachen auch nach der 1. Lockdown Zeit. Seit dem ist der Tabernakel fürs stille Gebet von Montag bis einschließlich Freitag, 16 bis 19 Uhr offen. „Stille vor Gott“ wird diese Zeit genannt. Es wird also nicht gesungen, sondern einfach ein stilles Gebet gehalten. Es kommen immer Leute, die bleiben manchmal eine Stunde und manchmal ½ Stunde.

In der Winterzeit kann Pfarrer Theurl die Kirche nicht ununterbrochen beheizen. Daher brauchte er in der Werktagskapelle einen Tabernakel (lateinisch tabernaculum: Zelt, also Zelt Gottes). Die Kapelle ist der geeignete Ort, sie ist gut temperiert und zum Sitzen angenehm.

„Da habe ich mir gedacht, bevor ich die Monstranz ( kommt von lateinisch: monstrare = zeigen, zeigt den Leib Christi) von der Kirche in Kapelle hin und her trage, machte ich einen Plan für einen Tabernakel, der in der Kapelle zur Aufbewahrung der Monstranz aufgestellt wird,“ erzählte Pfarrer Rudolf Theurl und meinte weiter: „Den Entwurf von mir zeigte ich dem Tischler Josef Anfang und auch dem Pastoralassistenten Anton Mascher und wir besprachen die weitere Vorgangsweise“.



Der Tabernakel wurde nun vom Tischler Josef Anfang aus Holz sehr schön angefertigt und die Türchen oben mit goldener Sonne versehen, von der wiederum goldene Strahlen ausgehen, die beiderseits rechts und links herunterreichen. Dies soll zeigen: Hier wohnt Gott!

 Nun steht der Tabernakel zwischen der Kreuzigungsgruppe, hier in der Werktagskapelle. Im Sommer wird er wieder abgebaut. Die Monstranz wandert dann zurück in den Tabernakel der Kirche.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Donnerstag, 19. November 2020

Weitere Bilder