Fest der Taufe des Herrn

Erstkommunion-Monatsmesse, Kinderkirche und Pfarrkaffee

Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl, umrahmt von den Erstkommunion-Kindern mit Religionslehrerin und Pfarrhelferin Verena Maria Franz und Pastoralassistenten Anton (Toni) Mascher und seinen Instrumentalisten. „Sie alle sind die Bausteine einer lebendigen Kirche“, meinte der Pfarrer dankend auf diese hindeutend nicht ohne Stolz. Außerdem war er überrascht, dass sich Pastoralassistent Mascher alle 34 Erstkommunikanten merkte, jedes einzelne Kind mit dem Vornamen Aufrief, um danach gemeinsam ein Lied zu singen, dass Gott sie liebt.

Den offiziellen Abschluss der liturgischen Weihnachtszeit bildet das Fest der Taufe des Herrn. Insgesamt sind es 30 Jahre, die Jesus im Kreise seiner Familie, seiner Verwandten und der Mitbewohner von Nazareth verbrachte. Dann kommt es zu jenem denkwürdigen Ereignis der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes. Nach der Taufe im Jordan begann das öffentliche Auftreten von Jesus.

Religionslehrerin Verena Maria Franz hielt folgende Ansprache an die Pfarrgemeinde:

„Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Pfarrgemeinde!

An diesem Wochenende feiern wir das Fest der Taufe Jesu. Bei der Schülermesse sagt der Herr Pfarrer zu den Kindern, dass sie sich einen Satz aus dem Evangelium merken sollen, der ihnen wichtig vorkommt. Mir ist heute besonders der Satz aufgefallen: „Das ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich mein Gefallen gefunden“. Über diesen Satz habe ich mir Gedanken gemacht, die ich gerne mit ihnen und euch teilen möchte.

1. Gott liebt uns, bevor wir ihn lieben.

Wenn ich Familien zur Vorbereitung auf die Taufe besuche, erzählen sie von der Schwangerschaft und der Geburt und von den neuen Freuden und Herausforderungen des Familienlebens. Es is Spürbar wie sie ihr Kind lieben. Bei der Taufe wollen sie Gott für ihr Kind Danke sagen. Aber durch die Taufe geschieht noch viel mehr. Denn durch die Taufe sind wir alle Kinder Gottes und so öffnet sich bei jeder Taufe der Himmel und Gott sagt zu jeder und jedem von uns: Du bist mein geliebtes Kind! Aus diesem geliebt sein heraus leben wir. Gott liebt uns, bevor wir lernen ihn zu lieben. So wie wir Eltern unsere Kinder lieben, bevor sie uns kenn und lieben lernen.

2. Beim Namen gerufen werden.

Am Beginn jeder Taufe fragt der Herr Pfarrer die Eltern welchen Namen sie ihrem Kind gegeben haben. Gott ruft uns beim Namen. Denn er meint wirklich uns persönlich und nicht pauschal alle. Liebe Erstkommunionkinder, beim Lied, das wir als Zwischengesang gesungen haben, konntet ihr das gut spüren, denn es wurden alle mit dem eigenen Namen gerufen. Ihr wart ganz konzentriert, denn niemand wollte verpassen, wann sie oder er an der Reihe ist. Und ihr habt vor Freude gestrahlt. Liebe Eltern, haben sie gesehen, wie gut es tut, beim Namen gerufen zu werden. Wenn wirklich wir selbst gemeint sind und jede oder jeder angesprochen wird? Gott ruft uns beim Namen, denn er wünscht sich jede und jeden von uns in seiner Nähe.

3. Ein lebendiger Baustein in unserer Kirche sein.

Mit der Taufe gehören wir zur großen Gemeinschaft der Christen. Wir dürfen uns in diese Gemeinschaft aktiv einbringen, denn wir alle sind lebendige Bausteine der Kirche. Gestern Vormittag war ich mit unseren jüngsten Jungschargruppenleitern bei einer Schulung. Es war schön zu sehen, mit wie viel Freude sie dabei waren, Rechtliches und Spiele für die Jungschargruppen u lernen. Sie sind lebendige Bausteine unserer Kirche. Genauso wir unsere neuen Ministranten, die wir zu Weihnachten aufgenommen haben. Auch sie sind mit Freude bei ihrer neuen Aufgabe, die nur dann erhalten bleibt, wenn die Kinder von den Eltern unterstützt werden. Wenn die Eltern ein gutes Vorbild sind und auch selbst ein lebendiger Baustein. Alle von uns haben Talente von Gott bekommen, die wir einbringen können. Es liegt an uns selbst, ob wir ein lebendiger Baustein sind oder nicht“.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Sonntag, 12. Jänner 2020

B I L D E R