Vorabendmesse mit Adventkranzsegnung

Den Vorabendgottesdienst zum 1. Adventsonntag zelebrierte, unter Einhaltung der zurzeit geltenden Corona Maßnahmen, Pfarrer Rudolf Theurl bereits um 17 Uhr in St. Babara, in Anwesenheit des Trachtenvereines Almrausch Sölleite, und segnete zu Beginn der Hl. Messe die von den Gottesdienstbesuchern mitgebrachten Adventkränze und den großen Adventkranz, der rechts hinter dem Altar steht und dort die 1. Kerze entzündet worden war. Für gesangliche und musikalische wohlklingende Umrahmung sorgte Direktorin Hildegard Danler und Cornelia Stecher, beide Gitarre, mit Pastoralassistenten Anton Mascher, Flöte, wo besonders der Andachtsjodler, sehr zart und eindrucksvoll gesungen, prächtig gelang. Was noch auffiel: Die adventliche Hintergrundbeleuchtung.

„Liebe Gläubige! Wir sollen uns von Corona nicht entmutigen lassen. Heute heißt es, erhebt euer Haupt und seid mutig, seid stark, wir werden vieles bewältigen. Zuerst begrüße ich die vielen Kinder mit ihren Eltern; schön, dass ihr gekommen seid. Ein besonderer Gruß gilt heute dem Trachtenverein Almrausch Sölleite. Sie halten am Abend ihre Jahresversammlung ab. Wir sagen euch an heißt es heute am Vorabend zum 1. Adventsonntag, nicht wir sagen auch ab; wir können nicht alles absagen“, waren die aufmunternden Worte von Pfarrer Theurl zu Beginn der Hl. Messe.

Am kommenden
Barbarasonntag, 5.12., begeht die Kirche St. Barbara ihren Namenstag; zur Verteilung kommen Barbarazweige, davon spendierte einen Korb voll Bürgermeister Dr. Hans Lintner, dem herzlich gedankt wird; zugleich ist auch wieder Kinderkirche in der Kapelle.

Am Montag, 6.12., gibt es, Corona bedingt, in St. Barbara nur eine Nikolaus-Andacht um 17 Uhr, 17:30 Uhr und 18 Uhr, Dauer jeweils ca. 20 Minuten. Die Verantwortlichen haben sich dazu etwas besonders einprägsames über den Hl. Nikolaus einfallen lassen; herzliche Einladung dazu.

Der
Krippenverein Schwaz und Umgebung unter Obmann Kurt Eder, mit seinen rund 140 Mitgliedern, einer der stärksten Gruppierungen des Landes, wird ihre große Weihnachtkrippe in St. Barbara mit Beginn des Advents aufstellen, genauso wie in der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt und in den umliegenden Kirchen und Kapellen. Ob eine Jubiläums-Krippenausstellung im Mathoi-Haus wie geplant noch im Dezember 2021 stattfinden kann, wird, Corona bedingt, noch mitgeteilt werden. Der sehr rührige Schwazer Traditionsverein kann heuer bereits auf ein 110-jähriges Bestehen hinweisen


Geschichtliches

Ein christliches Symbol der Vorfreude als Weihnachtsschmuck ist der Adventkranz. Die Zeit ab Adventbeginn bis zum Heiligen Abend verkürzen die Kerzen am Adventkranz. Mit jeder weiter entzündeten Kerze wird das Licht heller und symbolisiert damit die steigende Vorfreude auf die Geburt von Jesus Christus, das „Licht der Welt“. Nach und nach werden die Kerzen, eine nach der anderen im Adventkranz entzündet, in St. Barbarbara hängt derselbe hinter dem Altartisch rechts.

Für Hoffnung und Leben stehen am Adventkranz das Tannengrün und die Blätter des Weihnachtssterns. Die Kreisform symbolisiert die vier Himmelsrichtungen und schlussendlich den Erdkreis. Die Adventkränze werden im katholischen Glaubenskreis mit den traditionellen Adventfarbenkerzen Rot, Grün oder Violett vor dem ersten Entzünden in kirchlichen Veranstaltungen gesegnet. Manchmal steht in der Mitte des Kreises eine fünfte Kerze und wird erst am Heiligen Abend entzündet.

In seiner jetzigen Form gehört der Adventkranz erst seit dem 19. Jahrhundert zum Brauchtum der Adventzeit, hatte ursprünglich 24 und später vier Kerzen (Wichernsche Adventkränze). Johann Heinrich Wichern, Theologe und Erzieher, entwarf zur Freude für Straßenkinder einen Adventkranz mit vier großen und 20 kleinen Kerzen, die man während der Betreuungszeit alle gemeinsam bis zum Heiligen Abend abzähle.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Samstag, 27. November 2021

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