Erntedanksonntag in St. Barbara

Den Gottesdienst am Erntedanksonntag zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl, gesanglich und musikalisch umrahmt von Pastoralassistenten Anton Mascher begleitet von Angelika am Klavier.

„Schwaz und Erntedank! Zwei Freundinnen, Gertrud Danzl vom Kohlerhof und Sonja Kreutner vom Pennerhof, haben diese schöne, große Erntekrone gemacht, die nun neben dem Altar auf der rechten Seite hingestellt worden ist. Vielen Dank! Da stehen auch die Früchtekörbchen, die die einzelnen Kinder gebracht haben“, erklärte der Pfarrer.


Seelsorgerin Theresia Stonig war unter anderem bemüht, vor und während der Hl. Messe ein wenig Ordnung mit den vielen Feldfrüchtekörbchen zu erreichen, den die Kinder vor dem Altar hingestellt hatten, in der Hoffnung am Schluss gesegnet zu werden.


„Wir sind überwältigt was da alles von den Kindern und Eltern vor den Altar hingestellt worden ist. Auch die Klassenlehrerin und die Frau Direktor Hildegard Danler von der nahen Johannes-Messner-Volksschule ist hier in der Kirche von St. Barbara, um gemeinsam Erntedank oder ganz einfach großen Dank zu sagen und dies mit einer Heiligen Messe zu feiern“, meinte auch Pastoralassistent Anton Mascher und weiter: „Wir wollen am Beginn dieses Gottesdienstes ganz kurz spüren, wie wir jetzt da sind, an diesem schönen Morgen, der uns heute begrüßt hat und uns in Erinnerung rufen, mit welche Gedanken und welchem Gefühl wir uns heute hier versammelt haben“, betonte Mascher und stellt zum Schluss fest: „Erntedank heißt auch Nachdenken, Umkehren, Zurückkehren, Dankbarkeit in der Einstellung des Herzens, immer wieder auch umzukehren, zurückzublicken und das Leben neu auszurichten an Jesus Christus, der selber gesagt hat, kehrt um und glaubt an das Evangelium, und dieser Glaube hat den Namen heil gemacht“.

Pfarrer Theurl berichtet:“Heute ist wie immer am Erntedanksonntag, um 14 Uhr, in der Schlosskirche ein Erntedank der Jungbauern, der ist immer sehr schön und sehr herzlich und die Kirche ist voll.

Am Mittwoch ist, wie jeden letzten Mittwoch im Monat, Krankengottesdienst in der Kapelle, wir haben viele, viele geplagte, kranke Menschen, die unser Gebet dringend brauchen.

Am kommenden Sonntag, 3. Oktober 2021, ist Franziskusfest hier in der Kirche, um 9.30 Uhr. Viele Jahre ist immer auf einem Bauernhof dieses Fest gewesen, diesmal haben sich die Bäuerinnen wegen Corona nicht getraut, deshalb machen wir hier ein kleines Fest. Wir machen die Tiersegnung da und jeder kann sein Lieblingstier mitbringen, aber bitte keine Hunde in die Kirche bringen; vielleicht bringen die Jungbauern etwas, vielleicht einen kleinen Streichelzoo, wie es die Agnes Kreidl hat, draußen am Feldweg“, waren die abschließenden Worte des Pfarrers.

Kurz vor dem Ende der Hl. Messe, wurden noch die mitgebrachten Früchte gesegnet, dabei standen die Schulkinder mit ihren vollen Körbchen in einer großen Reihe vor dem Altar Spalier.


Geschichtliches:

Seit dem 3. Jahrhundert belegt ist die traditionelle Feier der Christen der Erntedank oder auch das Erntedankfest nach der Ernte im Herbst, um Gott für die Gaben der Ernte Dank zu erweisen. Erntedankkronen sowie Erntegaben, Brot, Eier, Feld- und Gartenfrüchte werden am Altar zu Schau gestellt und gesegnet.

Zu unterschiedlichen Zeiten, meist zwischen Ende September und Ende Oktober wird in den Pfarren an einem Sonntag im Rahmen eines Gottesdienstes gefeiert. Hier soll nicht nur Dank gezeigt, sonder auch daran erinnert werden, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichende Nahrung zu verfügen.

Die Tradition des Erntedankfestes ist auf einen weltlichen Brauch des bäuerlichen Arbeitslebens aus dem 18. Jahrhundert, bei dem das Gesinde den Bauern nach Abschluss der Ernte einen Kranz aus geflochtenem Getreide überreicht und daraufhin ein Festessen serviert bekam.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Sonntag 26. September 2021

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