Pfarrer von St. Barbara und Ehrenbürger Rudolf Theurl 85 Jahre

Familiengottesdienst und Osttiroler Treffen

Am Tag genau und dies noch an einem Sonntag, beging Pfarrer Rudolf Theurl mit seiner sehr zahlreich erschienenen Pfarrgemeinde und vieler Gratulantinnen und Gratulanten, bei einem recht stimmungsvollen Familiengottesdienst seinen 85. Geburtstag, gesanglich und musikalisch umrahmt vom vielbeklatschten Gospelchor Wildschönau unter Chorleiter Martin Spörk, der ein besonderes Geschenk für den Jubilar mitgebracht hatte = ZEIT!

Als Gratulant vom Land Tirol stellte sich Bezirkshauptmann von Schwaz, Michael Brandl mit Grußworten und einem Präsent ein, auch Obmann Gottfried Kompatscher überbrachte die Grüße vom Pfarrgemeinderat und ein Geschenk, aber auch Frau Direktor Hildegard Danler von der Johannes Messner VS hatte Launiges aus dem Leben von Pfarrer Theurl in Gedichtform zusammengestellt, das dann von den Schulkindern gekonnt vorgetragen wurde und viel Beifall erhielt.

Zum Gedicht hier anklicken!

Der Jubilar ist am 7. November 1936 in Assling in Osttirol geboren auf einem Bergbauernhof im unteren Pustertal, hinein in eine Großfamilie von 12 Kindern. Am 29. Juni 1965, vor nunmehr 56 Jahren, empfing Rudolf Theurl in Axams die Priesterweihe, ist seit 1. September 1970 Seelsorger in Schwaz (Kooperator Pfarre Maria Himmelfahrt) und wurde mit der Errichtung der Pfarre St. Barbara und Kirchenweihe am 21. April 1985 auch deren Pfarrer und ist dies bereits seit 37 Jahren.

Der mittlerweile 85-jährige Priester, seit 17. April 2015 Ehrenbürger von Schwaz und laut Zitat vom damaligen Caritasdirektor Schärmer, bester Bettler Tirols und Lästikus Gottes, eine Tageszeitung nannte ihn sogar den Pfarrer mit der spitzen Zunge, hat in den letzten 37 Jahren, zum Erstaunen so mancher Zeitgenossen, vieles in die Wege geleitet: Das sogenannte Kinderhaus, Altkleider-Markt, monatlicher Krankengottesdienst, Neubau des Barbara-Sozialladen, es gab bereits die 16. Talenteaktion (Einnahmen werden gedrittelt und kommen sozialen Zwecken zugute), es gibt eine Notschlafstelle für durchziehende Pilger und Obdachlose, es gibt einen BUZUKI (Bus zur Kirche), Kinderkirche, einmal im Monat eine persönliche Segnung nach der Hl. Messe, eine Motorrad-, Auto- und Traktorsegnug findet einmal jährlich statt. Besucht werden von Pfarrer Theurl auch die Kranken in den Altenheimen, dem Bez. Krankenhaus und an jedem letzten Donnerstag im Monat die Gefangenen in Völs.

Geradezu als „Geburtstagsgeschenk“ präsentiert sich die riesige Lichtlaterne am Kirchendach von St. Barbara, die renoviert wurde. Ein Neubau eines Altkleiderladens ist in Planung.

Erst durch den Pfarrer Rudolf Theurl ist die Pfarre das geworden, was sie heute ist - eine Ort der Barmherzigkeit und Liebe zum Menschen.

Natürlich wäre eine gedeihliche Weiterentwicklung in der Pfarre St. Barbara ohne die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer nicht möglich. Dabei vergisst Pfarrer Rudolf Theurl nie, ihnen und seinen vielen, vielen Unterstützern, Gönnern und Freunden Vergelt´s Gott zu sagen und herzlich zu danken.

Sein ganz besonderer Dank galt deshalb auch den Eltern und manchen theologischen Begleitern, den fleißigen Mitarbeitern und vor allem auch dem Bürgermeister Dr. Hans Lintner.

Nach dem Segen sprach Pastoralassistent Anton Mascher Worte des Dankes an alle aus, besonders dem Gopelchor für die schönen Klänge.

Ankündigen möchte Pastoralassistent Mascher noch, dass am Martinitag mit Laternen durch die Stadt gezogen, Licht getragen wird und auch gebeten, dass die Kirche in der Zeit von 17 bis 19 Uhr im fließenden Verlauf zu besuchen ist. Eine herzliche Einladung an die Kinder und Erwachsenen am Martinstag.

Am kommenden Samstag, 13. Nov. 2021 ist um 18 Uhr Jugendkirche und am Sonntag, 14. Nov. 2021, wird bei der Hl. Messe an die Hl. Elisabeth gedacht und der Geschenke-Korb aufgestellt, wo um unverderbliche Waren gebeten wird, die dann für ärmere Menschen zur Verfügung gestellt werden.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Sonntag, 7. November 2021

B I L D E R