Familiengottesdienst in St. Barbara

In der katholischen Liturgie wird dieser Sonntag, der 2. Sonntag der Osterzeit, als Oktavtag von Ostern gefeiert und traditionell als Weißer Sonntag bezeichnet, wo vielerorts 1. Heilige Kommunion gefeiert wird, in der Pfarre St. Barbara aber erst am 2. Mai 2021. Papst Johannes Paul II. bestimmte den Weißen Sonntag im Jahre 2000 zum Barmherzigkeitssonntag.

Den Familiengottesdienst am 2. Sonntag der Osterzeit zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl, musikalisch umrahmt von Pfarrassistenten Anton Mascher mit Instrumentalistin.

„Der erste Gruß gilt heute Ihnen. Schön, dass Sie den Mut hatten und gekommen sind. Wir müssen wach bleiben, damit wir nicht seelisch kaputt gehen!“, sprach zu Beginn der Heiligen Messe der Pfarrer und meinte weiter: „ Uns verbinden heute mehrere Anliegen, darunter gedenken wir auch an Eduarda Langer. Sie wird mir immer in Erinnerung bleiben. Sie war so ein treues, praktizierendes, mithelfendes Mitglied in unserer Pfarre über all die Jahre; dafür möchte ich heute noch ganz besonders danken, Sie war eine Säule!

Heute ist in vielen Orten Erstkommunion, auch in der Stadtpfarrkirche. Wie war unsere eigene Erstkommunion? Denken wir manchmal daran? Gehen wir gerne damit um, oder ist es uns eine Last geworden?“.

 Eduarda Langer (1926 + 2020) ist nicht nur ein treues Mitglied der Pfarrgemeinde gewesen, sondern Sie gehörte auch als fleißiges, hilfsbereites und ältestes Mitglied der Frauenrunde von St. Barbara an, die man bereits besonders geehrt hatte und ganz vertraulich „Edda“ nannte. So lange es noch ging, kam Sie, machte mit und war gern gesehen. Sonntags benützte Sie, vom Haus der Generationen kommend, wo sie wohnte, den Bus zur Kirche (BUZUKI)

„Die Corona-Zeit ist für uns alle nicht leicht zu ertragen und öfters frage ich mich: Was hat dies alles für einen Sinn? Wo sind die eigentlichen Ursachen dieser Plage? Was will Natur uns damit sagen?“, erzählte Pfarrer Theurl und meinte weiter:

„Am kommenden Sonntag, 18. April 2021, wird während des Gottesdienstes ein Erstkommunion-Kind getauft. Unsere Erstkommunion in St. Barbara findet am Sonntag, 2. Mai 2021 statt. Wir haben zwei Schulklassen und sind beim überlegen, ob dies an einem Sonntag möglich sein wird, oder ob die Erstkommunion an zwei Sonntagen stattfinden muss“, erzählte abschließend vor dem Schlusssegen Pfarrer Theurl.

 

Gestaltung gläubiger Kirchenfeste im Jahreskreis

Eine feste Abfolge von katholischen Feiertagen im Laufe eines Jahreskreises bezeichnet das Kirchenjahr und ermöglicht dem christlich orientierten Menschen die gläubige Gestaltung der Zeit. Dabei steht das Kirchenjahr nicht in Konkurrenz zum Kalenderjahr, denn das Jahr als Zeitspanne spielt im Christentum eine eher untergeordnete Rolle. Das Heilsverhältnis der Kirche steht im Vordergrund, das in jährlich sich wiederholenden Kirchenfesten mit seinen Gottesdiensten zum Ausdruck kommt.

Die im Jahresrhythmus gefeierten Sonntags- und Festgottesdienste erinnern an vergegenwärtige Leiden, Tod und Auferstehung Jesu und halten die Hoffnung auf Jesu Wiederkunft am Ende der Zeit wach. Insofern sind die Entstehung und allmähliche Ausgestaltung des Kirchenjahres auf Tod und Auferstehung Jesu zurückzuführen.

Ihren Ursprung der Orientierung christlicher Feste und Feiertage am Zeitmaß des Jahres hat es im frühen Christentum. Mit der Einführung von Ostern in der Mitte des 2. Jahrhunderts gibt es den ersten festen jährlich begangenen christlichen Feiertag. Hinzu kommen einzelne Gedenktage zu Ehren der Heiligen. Es entstehen im 4. Jahrhundert neue Christusfeste, dazu gehören auch Weihnachten und die Erscheinung des Herrn. Es bildet sich der Osterkreis mit Fastenzeit, Karwoche, Osterzeit, Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Auf ähnliche Weise entsteht der Weihnachtsfestkreis mit Advent und Weihnachtzeit. Im Zuge der Verehrung Marias, der Mutter Jesu, erfreuen sich Marienfeste zunehmender Beliebtheit.

Doch allen diesen Festtagen gemeinsam ist die Vergegenwärtigung von Tod und Auferstehung Jesu durch die Eucharistie. Mit hineingenommen in die Liturgie der verschiedenen Sonn- und Feiertage wird die Geschichte Gottes den Menschen, wie sie in der Bibel im Alten und Neuen Testament niedergeschrieben ist.

Weihnachts- und Osterfestkreis sind die tragenden Säulen des Kirchenjahres. Die dazwischen liegenden 33 bzw. 34 Wochen heißen die Zeit im Jahreskreis oder allgemein Kirchenjahreszeit.

OAR Hans Sternad,
Chronicus,
Sonntag, 11. April 2021

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