Ostern in St. Barbara

Auferstehungsfeier am Karsamstagvorabend vor dem Ostersonntag

Am Karsamstag wird in der Osternacht die Auferstehung Christi gefeiert. Ostern ist das älteste und höchste Fest im Kirchenjahr und wurde ab dem 4. Jahrhundert als Dreitagesfest historisierend entfaltet.

Der Ostersonntag im Christentum das Fest der Auferstehung Jesu Christi, der nach dem neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Es beginnt die österliche Freudenszeit, die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert. Festgottesdienst um 9,30 Uhr, danach Ostereiersuche. Am Ostermontag um 9,30 Uhr Familiengottesdienst.

Den Gottesdienst bei der Auferstehungsfeier am Karsamstagabend zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl gemeinsam mit Pastoralassistenten Anton Mascher,
sehr modern und klangvoll (Teile davon) umrahmt von Instrumentalisten unter Klaus Niederstätter. „Diese Form der Musik (Jazz) in der Karsamstag-Osternacht wird es wohl in keiner katholischen Kirche der Welt heute gegeben haben!“, meinte schmunzelnd Pfarrer Theurl. Infolge der Corona Pandemie waren zur Teilnahme der Heiligen Messe Zählkarten ausgeteilt worden. Während des Gottesdienstes wurde vom Pastoralassistenten Anton Mascher auch für die Religionslehrerin und Pfarrhelferin Verena Franz um Gebet und Unterstützung gebeten; Verena ist seit Oktober 2020 an Corona schwer erkrankt. Letzte Woche ist zu allem Unglück noch dazu ihr Haus abgebrannt und nicht mehr bewohnbar.

„Die Kerze spendet Licht, sie stärkt, gibt Wärme, sie verzehrt sich. Jede Kerze fragt uns immer wieder, was geht von dir aus? Geht von dir eine gewisse Wärme aus oder Kälte? Verbreite ich Licht oder verbreite ich Finsternis. Eine Kerze verzehrt sich, sie schenkt sich her. Brenne ich führ etwas oder bin ich bereit, mich für etwas zu verzehren? Wie immer es auch sein soll. Herr und Gott, dein Sohn sagt, ihr seid das Licht der Welt, lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie Werte sehen und etwas von der Liebe Gottes spüren!“ erzählt Pfarrer Theurl am Beginn der Auferstehungsfeier, nach dem die Osterkerze vom Osterfeuer am Pfarrplatz entzündet worden war, in den Kirchenraum getragen und auf den Altartisch stellte.

In den ersten christlichen Jahrhunderten war Ostern der einzige ordentliche Tauftermin. Zur Liturgie der Osternacht gehören daher die Weihe des Taufwassers mit der Osterkerze, was durch Pfarrer Theurl dann auch erfolgte. Texte aus der Schöpfung sang Joachim Schöpf. Die Lesung trug Monika Geiger vor.

KARFREITAG: Pfarrer Theurl berichtete noch, dass am Kreuzweg im Pflanzgarten an die 100 Menschen teilgenommen hatten. Anton Mascher las aus der Bibel bei den einzelnen Stationen vor; das Kreuz trugen abwechselnd verschiedene Personen. Auch die Speisenweihe mit österlichen Stationen in der Kapelle und in der Kirche, die fließend von 16 bis 19 Uhr stattfand, ist von vielen Gläubigen besucht worden, ebenso am Abend die Liturgie zum Leiden und Sterben Jesu.

Weil das Leiden, Sterben und Auferstehung Christi, nach Aussagen des Neuen Testaments in eine Passawoche fielen, bestimmt der Termin dieses beweglichen jüdischen Hauptfestes auch das Osterdatum und fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.

Mit dem Ostersonntag beginnt die österliche Freudenzeit (Osterzeit), die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert. In der römisch-katholischen Kirche wird durch die Reform der Karwochenliturgie durch Papst Pius XII. im Jahre 1955

, der Stellenwert der Osternacht hervorgehoben.

Nach dem Zeugnis des Neuen Testaments begann die österliche Freudenzeit am frühen Morgen des ersten Tages der Woche mit der Entdeckung des leeren Grabes Jesu. Häufig wird sie aber bereits am Vorabend des Ostersonntags nach Einbruch der Dunkelheit begangen. Das heutige Messbuch des römischen Ritus enthält somit zwei Ostermessen: die Eucharistiefeier als letzten Teil der Osternachtfeier und die „Messe am Tage“ am Ostersonntag.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Samstag, 03. April 2021

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