Mariä Empfängnis – festlicher Gottesdienst in St. Barbara

Pfarrer Rudolf Theurl zelebrierte gemeinsam mit Diakon Josip den festlichen Gottesdienst zu Mariä Empfängnis, einem gesetzlichen Feiertag, der jedes Jahr am 8. Dezember gefeiert wird, gesanglich wohlklingend umrahmt von einem Quartett des Musikkollegiums Schwaz unter Leitung von Prof. Walter Knapp.

„Heute feiern wird das Muttergottesfest, das Fest Maria. Es stellt sich nun die Frage, was bedeutet uns Maria?“, waren am Beginn der Hl. Messe die Worte von Pfarrer Rudolf Theurl und weiter: „Wir haben kein Foto von ihr, wie haben keinen Dokumentarfilm, aber wir haben viele, viele Bilder, manche wunderschöne Kunstbilder, manchmal großartig und manchmal einen entsetzlichen Kitsch, entsetzlich!
Welches Bild von der Mutter Gottes tragen sie in sich? Ist es das Bild der Madonna mit dem Kind hier in der Kirche? Ist es die Schmerzensmutter von Georgenberg?

Gerade hier die Madonna mit dem Kind hat vielen am Anfang nicht gefallen, wie sie herunterhängt in der Kirche, ein 500 Jahre altes wunderschönes Schnitzwerk, das heute rund 30.000 € kosten würde und unserer Kirche von Arch. Dipl.-Ing Dr. Markus Illmer geschenkt worden ist, und er (Illmer) hat sich gewünscht, dass sie zu uns herunter schaut zum Altar! Wir beten sie nicht an, sondern wir verehren sie und er hat gesagt, sie ist die Frau aus dem Volk, sie ist im Kreis um den Altar, und steht nicht da wie eine Schauspielerin oder eine Statue, sondern sie ist mitten unter dem Volk und schaut her zum Altar und feiert mit uns das Messopfer. Architekt Markus Illmer haben wir sehr gedankt dafür!“, erklärte überzeugend der Pfarrer.

Vor dem Abschlusssegen bedankte sich Pfarrer Theurl beim Prof. Walter Knapp und seinem Viergesang und sprach ihm ein großes Kompliment aus, dass er trotz Corona gekommen war. Es wird viel zu schnell alles abgesagt und abgesagt. Hier in St. Barbara sucht man immer eine Alternative. Hingewiesen wurde darauf, wie schön die Nikolausabende hier in der Kirche waren, am vergangenem Montagvorabend (6.12.). Die Stadtgemeinde hat einen wunderschönen Christbaum für die Kirche gebracht und der Krippenverein Schwaz hat seine Vereinskrippe aufgestellt.


Der Elisabethkorb hat sich schon zum 9. Mal mit haltbaren Lebensmitteln gefüllt.

An der Pfarrbriefvorderseite 6/2021 ist ein Weihnachtsengel (gemalt um 1480) zu sehen. Das Bildnis stammt von Melozzo da Forli (*1438 + 1494), dem bedeutenden ital. Maler der frühen Renaissance und wurde von Arch. Dipl.-Ing Dr. Markus Illmer zur Verfügung gestellt.

Am kommenden Sonntag, 3. Adventsonntag (12.12.) ist die Sammlung Schwester und Bruder in Not für Tansania und ebenfalls am Sonntag (12.12.) werden die Weihnachtspakete eingesammelt und der Justizanstalt übergeben, es dürften wieder etwas über 300 Pakete zusammen kommen. Vielleicht kommt noch etwas diese Woche dazu. Einen herzlichen Dank und großes Vergelt`s an alle, die mitgemacht haben!



Geschichtliches:

Gefeiert wird dabei keineswegs die unbefleckte Empfängnis Jesu, sondern der „Tag der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter durch Anna“, wie der Feiertag in früheren Zeiten genannt worden ist. Mariä Empfängnis steht unter den Marienfeiertagen in einer Reihe mit Mariä Himmelfahrt. In der katholischen Kirche handelt es sich sogar um ein Hochfest.

Mariä Empfängnis liegt neun Monate vor der Geburt Marias. Der Feiertag wurde durch Anselm von Canterbury im 12. Jahrhundert eingeführt. Seit dem Jahr 1477 und der entsprechenden Verfügung Papst Sixtus IV. begehen Katholiken in der ganzen Welt diesen Tag als Hochfest. Der Status als vorgeschriebener Festtag datiert auf das Jahr 1708 und Papst Clemens IX. Ein interessantes Detail besteht darin, dass die vermeintliche „Heiligkeit“ dieses Tages, also das Dogma der Geburt Marias ohne Erbsünde, erst im Jahr 1854 durch Papst Pius IX. verkündet wurde.

Besondere Rituale und Bräuche existieren an Mariä Empfängnis nicht. Einer der Gründe hierfür dürfte die Nähe zum Nikolaustag und zum 2. Advent sein.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Mittwoch, 8. Dezember 2021

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