Palmsonntag 2021

Am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Zum Zeichen seines Königtums jubelte das Volk ihm zu und streute dem nach Jerusalem Kommenden Palmzweige.

Seit einem Jahr hat die Coronavirus-Krise die Welt fest im Griff. Vor allem Tirol steht aufgrund von südafrikanischen Mutationsfällen immer noch im Fokus. Wegen des Lockdowns wurden im Vorjahr in der Osterwoche die kirchlichen Feierlichkeiten nur digital abgehalten. Laut der Diözese Innsbruck sind dagegen heuer am Palmsonntag und in der Karwoche mit Einschränkungen Gottesdienste möglich. Ostergräber dürfen aufgestellt werden, dabei sind Hygiene- und Abstandsregeln strikte einzuhalten. Ab sofort können auch Trauungen wieder durchgeführt werden, allerdings nur im kleinen Kreis.

Eines ist aber auch 2021 sicher. In der Familie konnten wieder Palmbuschen gebunden werden, diese dann segnen lassen oder selber segnen, je nach dem was es am Palmsonntag für Möglichkeiten gab.


In St. Barbara wurde das Fest vom Einzug Jesu in Jerusalem mit der Palmweihe in Form von Österlichen-Stationen begangen, die im fließenden Verlauf in der Zeit von 9 bis 12 Uhr stattfanden und von den Gläubigen gut besuch wurden. Die Stationen sind dazu passend zum Palmsonntag sehr ideenreich gestaltet worden.

Vor der Kirche empfing Karl Heinz die Kirchenbesucher mit selbstgebackenen Brötchen und Petra mit Osterkerzen und Palmzweigen. Am Eingang geleitet Franz Lenz die Besucher in Kirche, dann ging es in den Kirchenraum nach rechts zu den Stationen: 1 Diakon Josip bei der Barbara-Statue; 2 Pfarrassistent Anton Mascher beim Fastentuch; 3 Hinter dem Altar nach vorne zum Taufbecken, wo Pfarrer Rudolf Theurl die Menschen und Palmbuschen segnete; 4 Danach kam die letzte Station mit Direktorin Hildegard Danler bei der Fastenkrippe. Alles musikalisch umrahmt durch eine Bläsergruppe der Knappenmusik Schwaz, unterbrochen mit einer Lesung am Lesepult des Palmsonntag-Evangeliums nach Markus 11,1 -10.


Am Palmsonntagabend, um 19 Uhr, zelebrierte Pfarrer Rudolf Theurl eine Heilige Messe.


In einem Zelt auf dem Pfarrplatz wird über die 16. Talente-Vermehrung und Moria informiert. Die Talente gibt es auch dort. Zugleich wurden mit Bildern, gezeichnet von Volksschülern, einen ganz lebensnahen „Kreuzweg des Leidens“ in den Arkaden gestalten. Einen überaus prägenden, teilweise erschütternden und nachdenklichen Text dazu, schrieb Pfarrer Rudolf Theurl.

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag sind die „heiligen drei Tage“. An keinem anderen Tag im Kirchenjahr liegen Freud und Leid so nahe beieinander wie hier. Der Palmsonntag trägt den Anfang und das Ende in sich. Jesus wird beim triumphalen Einzug in Jerusalem wie ein König gefeiert. Ein friedlicher, wundertätiger Herrscher, dessen weiteres Schicksal schon besiegelt ist. Die Karwoche und damit die Tage des Leidens und Sterbens Jesu stehen bevor. Doch dieser König der Juden, der auf einem Esel in die Stadt geritten kommt, stellt sich der unvorstellbaren Aufgabe. Die Volksscharen die ihm vorausgingen und ihm folgten, riefen (Zitat: Matthäus 21,7-11): Hosanna dem Sohn Davids, gesegnet sei der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!“.

Gründonnerstag: Abendmahlfeier 19.30 Uhr; Karfreitag: Kreuzweg um 15 Uhr (nur bei Schönwetter) im Pflanzgarten. Liturgie zum Leiden und Sterben Jesu um 19.30 Uhr in der Kirche. Karsamstag: 16 bis 19 Uhr, Speisenweihe (fließend) mit österlichen Stationen. 19.30 Uhr Auferstehungsfeier. Ostersonntag 9.30 Uhr Festgottesdienst, Ostereiersuche. Ostermontag, 9.30 Uhr Familiengottesdienst.


In eigener Sache:
In der Pfarre St. Barbara hofft man sehr, dass die kirchlichen Beerdigungen wieder mit einem Gottesdienst möglich sind. Wenn Angehörige von Ausgetretenen eine priesterliche Begleitung wünschen, ist Pfarrer Rudolf Theurl dazu gerne bereit. Es bereitet ihm etwas Unbehagen, wenn es oft heißt: „Wir haben uns im engsten Kreis der Familie verabschiedet“. Besser würde es aber klingen, zu sagen: „Wir haben uns im Kreis der Familie und Verwandten mit einem Gottesdienst verabschiedet“.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Palmsonntag, 28. März 2021

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