Stefanitag

Pfarrer Rudolf Theurl zelebrierte am Stefanitag den Festgottesdienst, den diesmal die Liedertafel Fruntsperg gesanglich und musikalisch unter ihrem Chorleiter Josef Egger sehr gefühlsvoll und gekonnt umrahmte und nach dem Lied „Stille Nacht“ am Schluss der Hl. Messe mit zustimmenden „Nicken“ besonders gewürdigt worden war; auch vom Pfarrer Theurl, der sich abschließend bei den Sängerinnen und Sängern herzlich bedankte und an die Gottesdienstbesucher gerichtet meinte, Klatschen nach dem Stille Nacht Lied geht gar nicht, was dann auch niemand tat.

Wie Pfarrer Theurl zu berichten wusste, wäre traditionsmäßig der Volksliederchor Schwaz für die gesangliche Gestaltung der Hl. Messe am Stefanitag zuständig gewesen, dies aber, aus welchem Grund auch immer, nicht konnten. Dafür hatte sich nun die Liedertafel kurzfristig bereit erklärt, zu singen. Angesagt wäre ja wieder das traditionelle Stefanisingen der Liedertafel in St. Martin gewesen, was aber heuer nicht zustande kam, weil sich diesmal niemand meldete bzw. gebeten hatte, den Gottesdienst dort gesanglich auszurichten, wie all die Jahre vorher. Corona lässt grüßen!

In der katholisch deutschsprachigen Gegend wird der 26. Dezember als Stefanitag bezeichnet, der zweite Weihnachtstag. Vor allem in Österreich hat er eine lange Tradition und wird bis heute mit viel Brauchtum begangen. Quellen belegen die Ursprünge dieses Festes bereits für das 5. Jahrhundert.

Es erinnert an den Heiligen Stephanus, dessen Namenstag am 26. Dezember gefeiert wird und der als eine der ersten Märtyrer in der Geschichte des Christentums gilt. Der Heilige Stephanus zählte zu den sieben Diakonen der Jerusalemer Urgemeinde. Er wurde gesteinigt, weil er trotz Verbot die christliche Lehre verbreitet hat. Stephanus wird als „Erzmärtyrer“ bezeichnet, da er der erste Märtyrer der Christenheit war, dr zum Tode verurteilt wurde.

In Österreich ist der Stefanitag ein gesetzlicher Feiertag. Hier genießt der Heilige Stephanus einen hohen Stellenwert, wie auch der Stephansturm in Wien belegt.

OAR Hans Sternad
Chronicus
Sonntag, 26. Dezember 2021

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